Morgenstadt

Digitalisierung unserer Städte: Zweitägiges Fitnessprogramm für die Kommunen von Morgen

Endlich kommt sie an: Die Digitalisierung erreicht nun auch die Städte. Aber wie fit sind Deutschlands kommunale Verwaltungen und Infrastrukturen tatsächlich, um ernsthaft von der »Digitalen Kommune« sprechen zu können? Die Digitalisierung lässt sich nicht alleine über die Zahl der WLAN-Hotspots messen. Stattdessen sind ganzheitliche Digitalisierungskonzepte gefragt, um die Stadt von Morgen nachhaltig zu gestalten: Wir brauchen systemische Lösungen, unter anderem in den Bereichen Mobilität, Verwaltung, Datensicherheit und Energie.
Woran es noch hapert und was zur Achillesferse der digitalen Kommune wird: Der enge Austausch aller Akteure einer Stadt. Die Digitalisierungsprozesse kennen keine Fachbereichsgrenzen, sondern verlangen branchenübergreifende Zusammenarbeit. Dazu gehören auch Unternehmen, die zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern integrierte Lösungen für die Stadt von Morgen erarbeiten.

Zwei Tage in der Stadt von morgen

Es gibt viele Wege Ideen zu verwirklichen oder Probleme zu lösen.

Charles Babbage entwickelte im 18. Jahrhundert die erste Dampf-Rechenmaschine und Leonardo da Vinci baute dreihundert Jahre zuvor die Luftschraube. Inzwischen wurden mechanische durch elektronische Computer abgelöst und auch die Luftschraube findet man eher im Museum als im Alltag. Doch beide Erfindungen waren Wegbereiter für nachfolgende, realisierbare Technologien und zeigen, dass es bei der Umsetzung von Ideen vor allem um eines geht: machen.

Smart Cities und der Stadtverkehr von übermorgen: Vision 50:50?

Städte waren schon immer Orte des Verkehrs. Die ersten Siedlungen bildeten sich entweder an strategisch wichtigen Orten oder an Wegkreuzungen. Entlang der technischen Evolution beschleunigten sich das Reisen und der Informationsaustausch zwischen Städten über Pferdetrams, Eisenbahn, Telegrafie, U-Bahnen, Automobil und Busse. Man kann offen zugeben, dass die meisten unserer heutigen Mobilitätslösungen in ihrem grundsätzlichen Prinzip aus dem 19. Jahrhundert stammen: Die Eisenbahn wurde 1829 »pilotiert«, die U-Bahn 1863 und das Automobil 1886. Meilensteine wie die Charta von Athen haben in der Nutzungstrennung der städtischen Funktionen eine tiefsitzende Logik etabliert, die mit den Herausforderungen im 21. Jahrhundert schwer vereinbar scheint. Heutige Städte nutzen Systeme und Infrastrukturen, die auf teilweise veralteten Technologien basieren und äußerst schwerfällig sind, wenn es um Anpassungsfähigkeit, Erweiterbarkeit und Transformation geht. Fragen Sie beispielsweise die Betreiber der New York Subway zur Zukunftsperspektive angesichts erwarteter Modernisierungs- und Betriebskosten (Tipp: e-Bay spielt bei der Beschaffung von Ersatzteilen bereits eine gewisse Rolle).

Raspberry Pi & Co: Chancen für eine smarte Supply Chain in Afrika

Seit Jahren erfreuen sich Minicomputer wachsender Beliebtheit für technische Spielereien. Mit Ihnen werden Wetterstationen, 3D-Drucker oder autonome Fahrzeuge realisiert. Doch gerade für weniger entwickelte Regionen und KMU mit limitierten Budgets besteht hier die realistische Chance, eine smarte Supply Chain zu etablieren und einen nachhaltigen Wissenstransfer mitzugestalten.

Nutzergenerierte Daten für Entwicklungsländer, ihre Städte und Bewohner

Wir alle generieren jederzeit Daten – sei es, wenn wir uns mit Handy in der Tasche bewegen, dem Shoppingwahn 3 Uhr Nachts am Heimcomputer erliegen oder uns an irgendeinem Ticketautomaten eine Fahrt ins Nirgendwo buchen. Auch wenn der Umgang mit diesen Daten in letzter Zeit ab und an Teil des gesellschaftlichen Diskurses war, so wissen wir Endanwender und Nutzer dennoch weitestgehend überhaupt nicht, was mit unseren Daten passiert. Einig sind sich jedoch die meisten Menschen darin, dass die Daten sicher nicht zu unserem Besten gesammelt werden. »Die können uns dann gezielter Dinge verkaufen! « ; »Die wollen einfach nur alles über dich wissen!«; »Die spionieren dich aus!«. Typische Sätze, die man von Menschen hört, die meist auch gar nicht genau sagen können, wen sie mit »Die« meinen.

Smart Cities sind kein Privileg reicher Industrienationen

Möglicherweise war unsere letzte Darstellung zu düster, vielleicht auch nicht. Der springende Punkt jedoch ist, dass eine Smart City auch sinnvolle Perspektiven für Städte in Entwicklungsländern bieten muss. Denn »Smart City« bedeutet zuallererst nicht, eine Stadt mit möglichst teurer, intelligenter Infrastruktur »vollzustopfen«. Der Grundgedanke ist Vernetzung. Es geht darum, alle relevanten Planungsbereiche, Unternehmen und Bürger zu vernetzen, um somit Synergien und Mehrwert für alle zu schaffen.

Smart Cities und Smart Services: Eine lohnende Perspektive für Entwicklungsländer

Das Internet sowie die mobile Kommunikation haben unsere Lebenswelten auf ungeahnte Weise verändert und unseren Alltag durch zahlreiche Innovationen manchmal verkompliziert, grundsätzlich aber vor allem vereinfacht. Die nächsten technologischen Innovationssprünge sind bereits absehbar: Das Internet wird mit der realen Welt oder was auch immer wir dafür halten »verschmelzen«. Über Sensoren und vernetzte Kommunikation ermöglicht es das »Internet of Things«, Systeme intelligent und autonom zu gestalten und den Informationsfluss in Echtzeit zu managen. So kann zukünftig vielleicht der Kühlschrank das Auto einkaufen schicken, wenn mal wieder die Milch alle ist. Dieser Gedanke liegt dem Smart-City-Ansatz zugrunde. Zahlreiche Forschungsprojekte beschäftigen sich mit den Möglichkeiten und Vorteilen von intelligenten Infrastrukturen und smarten Services. Doch sind die Projekte meist auf reiche und hochentwickelte Länder und Städte fokussiert. Vernachlässigt wird in der Smart-City-Debatte der Fakt, dass die Brennpunkte der Urbanisierung nicht in der westlichen Hemisphäre zu finden sind.

Masterplan Zukunftsstadt: die nächsten fünf Jahre werden entscheiden…

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

Nach nun bald einem Wissenschaftsjahr »Zukunftsstadt«, fast fünf Jahren Forschung in der Fraunhofer-Initiative »Morgenstadt« und zwei Tagen »Urban Futures«-Kongress in Berlin sehen wir betroffen: Den Vorhang zu und alle Fragen offen. Wie weit sind wir wirklich auf dem Weg zu nachhaltigen und wandlungsfähigen Städten in Deutschland? Wie bekommen wir alle Akteure, Projekte und Maßnahmen unter einen Hut, um das große Ganze vorwärts zu bringen? Wie können wir diejenigen, die die Stadt der Zukunft gestalten, dazu bringen, an einem Strang zu ziehen? Was passiert europaweit zum Thema Zukunftsstadt und Smart Cities?

Stuttgart für alle, alle für Stuttgart (Teil 2)

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

„Die Welt gehört denen, die zur Eroberung ausziehen, bewaffnet mit Sicherheit und guter Laune.“ – Charles Dickens

Und da standen wir, im Auditorium des ZVE. Bewaffnet mit Tablets, Notebooks, Sensoren, 3D-Drucker, Open Data, dem Selbstbewusstsein eines Felix Baumgartners und der Zuversicht, unsere Stadt an diesem Wochenende ein Stück lebenswerter zu gestalten.

Stuttgart für alle, alle für Stuttgart (Teil 1)

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

Der Begriff Hacking löst für gewöhnlich eine Reihe von klischeehaften Assoziationen aus: Das unberechtigte Eindringen in ein fremdes Computersystem (entweder FBI oder CIA), ausgeführt von einem Nerd, der im Keller seiner Großmutter wohnt und sich auf mindestens fünf Monitoren gleichzeitig – für den Laien verwirrende und für den Fachmann lächerliche – Programme anzeigen lässt. Entweder ist der Hacker ein in einschlägigen Kreisen (mit einem Pseudonym, in dem mindestens eine Ziffer als Buchstabe verwendet wird) bekannter Cyber-Krimineller oder die Schlüsselnebenrolle zur Rettung der Welt. Manchmal auch beides. In Hollywood.