Mensch und Produktion

Künstliche Intelligenz und Mensch: Wie produzierende Unternehmen ihre Zukunftsfähigkeit stärken können

In den produzierenden Unternehmen nimmt das Interesse an Anwendungen der Künstlichen Intelligenz stark zu. Viele betriebliche Entscheider sind sich allerdings noch unsicher, wie sie KI-Systeme in ihre Produktion einführen sollen. Zudem ist ihnen unklar, welche organisatorischen Veränderungen auf sie zukommen werden. Eine menschzentrierte Arbeits- und Systemgestaltung gibt Antworten.

Kickstart ins KI-Zeitalter: Wie Künstliche Intelligenz erfolgreich in der Produktion eingeführt werden kann

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der zentralen Technologien für die Zukunft der Produktion. Auf Basis von Daten lassen sich gewaltige Potenziale zur Optimierung der Arbeitsprozesse erschließen. Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, Potenziale von KI für die eigene Produktion zu erkennen und diese wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Im Rahmen unserer Studie »Menschzentrierte KI-Anwendungen« (siehe Leselinks) haben wir vielfältige praktische Erfahrungen aus KI-Projekten gesammelt und in einer Vorgehensweise gebündelt, die den Unternehmen eine wertvolle Orientierung geben können.

Warum das Physical Internet den Menschen wieder wichtiger machen wird

Logistik wird in Zukunft keine Branche mit konkurrierenden Einzelsystemen sein, sondern ein global vernetztes System miteinander verbundener Datenströme und Lieferwege. Die Grundlage dafür bietet das so genannte Physical Internet, das Daten- und Warenströme genauso integriert wie lokale und globale Netzwerke. Doch die schöne neue Logistikwelt schafft nicht nur Möglichkeiten, sondern auch neue Herausforderungen: Je weniger Bedeutung einzelne Transportnetze und Anbieter haben, desto stärker wird das Bedürfnis nach Qualitäten, die sich nicht nur technisch erzeugen lassen: Verlässlichkeit, Sicherheit und Vertrauen rücken für Kunden und Dienstleister gleichermaßen in den Mittelpunkt.

Industrie 4.0 ist nicht genug: Wege in die Produktionsorganisation der Zukunft

Aktuelle Studien attestieren Deutschland einen hohen Umsetzungsstand bei Lean Management. Schaut man etwas genauer hin, wird deutlich, dass sich der hohe Implementierungsstand maßgeblich auf Methoden und »Anfassbares« bezieht. Shopfloor-Boards, 5S-Markierungen und Kanban-Karten sind in deutschen Fabriken weitverbreitet. Doch wie sieht es mit kulturellen und organisatorischen Aspekten aus, die im Sinne des Lean Managements eigentlich mit dem o.g. einhergehen sollten? Eine passende Kultur im Umgang mit Fehlern und autonome (Gruppen-)Arbeit gelten zwar als entscheidende Erfolgsfaktoren – trotzdem werden sie meist nur stiefmütterlich umgesetzt und nachgehalten.

Raus aus der Innovations-Quarantäne: Wie Unternehmen KI auch virtuell weiter entwickeln können

In den letzten Monaten hat Corona nicht nur ganze Betriebe im produzierenden Gewerbe lahmgelegt, sondern auch Innovationsprojekte im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) blieben häufig »locked down«. Gründe hierfür sind, dass Planungsworkshops, ein kreativer Austausch und Interaktion mit Expertinnen und Experten nicht mehr in der gewohnten Weise umgesetzt werden konnten. Die Einführung von KI und damit die Chance, Prozesse grundlegend neu aufzusetzen, um langfristig wettbewerbsfähig und widerstandsfähig gegen Krisen und externe Herausforderungen zu werden, stockte und fiel in vielen Unternehmen in eine Art Innovations-Quarantäne. Das könnte sich jetzt ändern. Wir haben mit namhaften Unternehmen eine rein virtuelle Pilotworkshop-Serie in einer dreidimensionalen Umgebung durchgeführt, die einen Ausweg aus der Entwicklungsblockade bieten kann.

Arbeitswelt 4.0: Jetzt in der Corona-Krise arbeitet Ihr Unternehmen agil. Führen Sie den Schwung weiter!

First-Science-KIT: IAO-Blogreihe zum Corona Krisenmanagement
First-Science-KIT: Blogreihe zum Corona Krisenmanagement
Die Coronakrise fordert von uns allen ganz neue Herangehensweisen und Lösungen im beruflichen Miteinander. Das Fraunhofer IAO hat deshalb eine Blogreihe gestartet, mit der wir schnell anwendbare Praxistipps weitergeben, gut funktionierende Beispiele vorstellen und Lösungswege während und aus der Krise aufzeigen wollen.

Corona wirbelt die Gesellschaft und die Wirtschaft gehörig durcheinander. Lockdown und Quarantäne haben vielen Unternehmen die Kontrolle über die Gestaltung und Feinsteuerung der Arbeit entrissen. Notgedrungen ist auf einmal gelebte Realität, was bisher nur als die Zukunft der Arbeit im Raum stand. Die Unternehmen arbeiten agil! Sie mussten kurzfristig Abstandsregelungen und Mehrschichtsysteme improvisieren. Zwangsläufig haben viele Unternehmen auf Home-Office umgestellt und nutzen die technischen Möglichkeiten, von unterschiedlichen Orten gemeinsam zu arbeiten. Die Führungskraft ist fern, eine enge Anleitung und Kontrolle der Beschäftigten ist weder sinnvoll, noch durchführbar. Mit viel Eigeninitiative und Kreativität bewältigen die Betroffenen Arbeit, Kinderbetreuung, räumliche Enge und technische Herausforderungen. Weil eine lückenlose Erfassung fehlt, ist Vertrauensarbeitszeit gelebten Praxis in der Zusammenarbeit geworden.

Arbeitswelt 4.0 – Wie wollen (junge) Menschen arbeiten?

Ende letzten Jahres durften wir einen Workshop bei Südwestmetall und der Friedrich-Naumann-Stiftung moderieren. Gemeinsam mit Mitarbeitern, Führungskräften, Betriebsräten und (jungen) Praktikanten aus mehreren Unternehmen arbeiteten wir heraus, welche Rolle die Menschen zukünftig in ihrem Berufsleben übernehmen wollen. Die Ergebnisse widerlegen gleich mehrere Vorurteile über die jüngere Generation allgemein und die Bereitschaft der Arbeitnehmer für tiefgreifende Veränderungen im Besonderen:

Kann Ultraeffizienz den Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit lösen?

Was hat Eure Weihnachtsferien geprägt? Meine waren bestimmt von jeder Menge Meldungen über die Feuer in Australien, Diskussionen zur Klimadebatte und als Konsequenz die möglichen drastischen Einschnitte für unsere Wirtschaft (VW nur noch E-Autos, CO2-Abgabe, etc.). Wieder scheint Umwelt- und Klimaschutz gegen Wirtschaftlichkeit zu stehen. Doch diese Debatten greifen zu kurz: Wir müssen diesen Widerspruch lösen, wenn wir unsere Wirtschaft nachhaltig verändern wollen – und wir haben die Mittel dazu.

Den Weg aus dem Silo spielerisch meistern – Innovationsnetzwerk erforscht Zukunft der Zusammenarbeit

Unternehmen klagen nach wie vor über die weitverbreiteten internen Silos, die mangelhafte Abstimmung und Zusammenarbeit über Schnittstellen hinweg sowie über das fehlende Verständnis des Gegenübers aus der anderen Abteilung. Die Zusammenarbeit zwischen der Produktion und den Abteilungen HR, IT und Betriebsrat wird dabei oft als Negativbeispiel mit vielen Anekdoten genannt und scheint eine Art Brennpunkt der Abstimmung in Unternehmen zu bilden. Aus diesem Grund widmete das Innovationsnetzwerk »Produktionsarbeit 4.0« diesen Themenstellungen eine eigene Workshop-Reihe, die von Januar bis März 2019 mit verschiedenen Unternehmen stattfand.