Industrie 4.0

Live-Test auf der Hannover Messe: Wie fühlt sich Assistenz 4.0 an?

Wissenschafts­jahr 2018: Arbeitswelten der Zukunft
Wissenschafts­jahr 2018: »Arbeitswelten der Zukunft« ist das Thema des Wissenschaftsjahres 2018. Dabei geht es um Fragen, wie sich Arbeit in Zukunft verändert und welche Rolle Forschung und Wissenschaft bei der Bewältigung dieser Veränderungen spielen.

Worum geht es bei Industrie 4.0: Um Vernetzung von Maschinen oder die Digitalisierung von Produktionshallen? Nicht nur: Fast jeder dritte der dokumentierten Industrie 4.0-Anwendungsfälle dreht sich um das Thema Assistenz. Zu diesem Ergebnis kommt man, wenn man die 450 dokumentierten Anwendungsfälle auf den bekannten Industrie 4.0-Plattformen betrachtet. Assistenz ist neben Begriffen wie Vernetzung, Smart Data und Automatisierung eines der meistgebrauchten Wörter im »Sprachraum« Industrie 4.0.

Chancen der Digitalisierung nutzbar machen

Wie können Multiplikatoren wie Kammern und Verbände selbst in die Lage versetzt werden, mittelständischen Unternehmen die praktische Bedeutung von Cloud-Services zu vermitteln? Die Mittelstand 4.0-Agentur Cloud hat ein breites praxisorientiertes Angebot an Train-the-Trainer-Konzepten, Online-Coaching-Tools, Webinaren und Erklärvideos sowie unterstützenden Informationsmaterialien entwickelt, um Technologie- und Innovationsberater fit für die Unterstützung interessierter Unternehmen zu machen.

Digitale Assistenzsysteme – auch in Ihrer Produktion?

Der Kollege Roboter bekommt in der Produktion bereits heute Konkurrenz durch digitale Assistenzsysteme wie Tablet, Datenbrille und Co. Warum? Die Herausforderungen, die derzeit auf Unternehmen wirken, sind vielfältig: Demografischer Wandel, Diversity, Globalisierung, Anforderungen an Flexibilität, um individuelle Kundenwünsche und Liefertermine zu bedienen – das sind viele Dinge, auf die Mittelständler und Großkonzerne am besten schon gestern reagiert haben sollten. Hier versprechen sich Unternehmen oft viel von vermeintlichen Wundertools.

Ein Jahr »Future Work Lab«: was bleibt, was kommt?

Arbeit neu denken, neue Wege gehen, Arbeitswelten zukunftsgerecht gestalten: all das ist mit den Technologien der Industrie 4.0 heute möglich. Dennoch finden praxistaugliche digitale Lösungen nur sehr langsam den Weg in die Produktionshallen. Das ist und war für mich schon immer die Motivation, Forschung für Industrie 4.0 wirklich angewandt zu betreiben. So entstand die Idee des »Future Work Lab«, das wir gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA und der Universität Stuttgart umgesetzt und mit Förderung des BMBF 2017 eröffnet haben: als Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik konzipiert, zeigt das Labor, wie durch Experimentierfreude, Neugier und Mut echte Industrie 4.0-Innovationen entstehen und wie diese praxistauglich umgesetzt werden.

Gemeinschafts-Werk: Der Montagearbeitsplatz der Zukunft

Im Beitrag »Industrie 4.0: Was Werker wollen« habe ich gezeigt, wie wir im Rahmen des »Innovationsnetzwerks Produktionsarbeit 4.0« eine Werker-Reise im Sinne einer Customer Journey unternommen haben, um Einblicke in die konkreten Herausforderungen eines Montagemitarbeiters zu erhalten. Doch das war erst der Anfang einer ebenso spannenden Reise hin zu einem Pilotarbeitsplatz, den eine Anwenderfirma jetzt bereits in die Produktion überführt. Doch wie haben wir auf Basis der erhobenen Anforderungen einen Montagearbeitsplatz entwickelt… und welches verteilte Know-how haben wir genutzt?

Industrie 4.0: Was Werker wollen

Wer den großen Sprung in die Industrie 4.0 schaffen will, muss bei den kleinen Details anfangen. Visionen kann man viele haben, doch letztendlich entscheidet über Erfolg oder Scheitern einer Strategie, ob die Prozesse in den Fabriken einwandfrei funktionieren. Konkret bedeutet das für produzierende Betriebe: Rein in die Montagehallen und schauen, was die Werker dort tagtäglich beschäftigt. Genau das haben wir mit unseren Partnern im Innovationsnetzwerk Produktionsarbeit 4.0 im letzten Jahr getan. Mit diesen Ergebnissen haben wir gemeinsam einen Montagearbeitsplatz der Zukunft entwickelt. Dieser Prototyp ist das Ergebnis kollektiven Austauschs sowie intensiver Analysen in den Anwenderunternehmen unseres Innovationsnetzwerks.

Industrie 4.0: Brasilien startet die Aufholjagd

Vor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit, das Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0 beim Symposium »Seminário Internacional de Alta Tecnologia« in brasilianischen Piracicaba vorzustellen. Seit 22 Jahren stellen dort deutsche und brasilianische Wissenschaftler einem Fachpublikum neuste Erkenntnisse zu Zukunftschancen in der Industrie vor. Die diesjährige Veranstaltung mit rund 270 Experten der industriellen Elite des Landes hat vor allem eines gezeigt: Auch Schwellenländer wie Brasilien setzen auf Industrie 4.0 in der Produktion.
Für uns Wissenschaftler war die Konferenz eine große Chance, unsere Forschungsergebnisse auch in Übersee zu präsentieren – und neue Erkenntnisse über den Status der Industrie 4.0 in Brasilien zu gewinnen:

Der Mensch in der digitalisierten Arbeitswelt

Industrie 4.0, Wirtschaft 4.0, IoT. Diese allgegenwärtigen Schlagwörter zeigen: Wir sind mittendrin in der Digitalisierung der physischen, der realen Welt. Technik wird immer intelligenter und datenbasierter. Neue Wertschöpfungssysteme entstehen und damit auch neue Geschäftsmodelle. Mit der Digitalisierung wird Arbeit nicht nur agiler und flexibler. Auch die Arbeitsteilung Mensch-Maschine verändert sich. Viele sehen diese Entwicklungen als Herausforderung, aber nehmen wir sie auch als Chance wahr?

Damit Industrie 4.0 nicht grandios scheitert: Schritt für Schritt zum Ziel

In meinem letzten Beitrag habe ich an dieser Stelle erklärt, wie wir in der ersten Phase unseres Innovationsnetzwerks Anwendungsfälle für die Industrie 4.0 erarbeitet haben. Jetzt wird es konkreter: Denn im Oktober 2015 ist die zweite Phase des Innovationsnetzwerks gestartet, und damit gehen wir von der Theorie in die Praxis über. Viele der Netzwerkpartner aus der ersten Phase sind dabeigeblieben, um die Früchte der gemeinsamen Theoriearbeit zu ernten und in Demonstratoren umzusetzen. Mit Audi hat sich sogar noch ein Big Player dazugesellt. Um die gemeinsame Arbeit näher an die Praxis heranzuführen, sind neben den Anwenderunternehmen und Verbänden nun auch Ausrüster Teil des Netzwerks: Denn ganz im Sinne der dualen Strategie, sowohl Leitmarkt als auch Leitanbieter für Industrie 4.0 zu sein, haben sich auch viele deutsche Unternehmen mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen beschäftigt. Interessierte Unternehmen – ob Anwender oder Ausrüster – sind übrigens auch jetzt noch herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.